Die Kunst gute Texte zu schreiben

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Besucher beurteilen Webseiten in wenigen Sekunden

Genauer gesagt: Maximal 15 Sekunden – mehr Zeit bleibt Ihrer Website nicht, einen neuen Besucher von sich zu überzeugen. Landet ein User nämlich auf Ihrer Internetseite, schaltet er sofort in den Scanmodus: Blitzartig zucken seine Augen mehrfach über den gesamten Bildschirm. In Sekundenbruchteilen erfasst er alles ganz genau. Hält Ihre Seite dieser Prüfung nicht stand, ist der User wieder weg – und das vermutlich für immer.

Der unstillbare Durst nach Informationen

Was der User sucht, sind in erster Linie echte, qualitativ wertvolle Informationen in einem ansprechend gestalteten Text. Contentmüll und sinnloses Gebrabbel hingegen lassen ihn schnell wieder das Weite suchen. Damit der Besucher bleibt, müssen Sie ihm eine ansprechende Website bieten mit klarer Navigation, übersichtlicher Textstruktur, interessanten Teasern und Texten. Stellen Sie ihm Mehrwert zur Verfügung und sorgen Sie dafür, dass er sich schnell auf Ihrer Seite zurechtfinden kann, nur dann fühlt er sich wohl und wird gern länger bleiben.

Text und guter Text: dazwischen liegen Welten

Text ist nicht gleich Text. Haben Texte beispielsweise ihren ganz eigenen Stil, was Rechtschreibung und Grammatik angeht, dann wirkt das nicht individuell, sondern unprofessionell. Der Leser wird misstrauisch: Wenn es schon an der deutschen Sprache mangelt, woran sonst fehlt es hier noch? Sind die Informationen überhaupt verlässlich? Ist das Unternehmen vertrauenswürdig?

Aber auch Texte, die auf den ersten Blick „gebildet“ wirken, müssen nicht zwangsläufig gute Texte sein. Folgendes Beispiel soll das verdeutlichen. Stellen Sie sich vor, auf einer Website stehen nur Texte dieser Art:

Evalviert ein nicht näher definierter Vertreter der Spezies Homo sapiens ein seiner subjektiven Position entsprechend irrelevantes monetäres Mittel nur in insuffizienter Form, so wird assumiert, dass ebendieser Vertreter auch nicht für eine größere Quantität des monetären Mittels determiniert ist.

Dieser Satz ist für die meisten Leser harter Tobak. Viele werfen wahrscheinlich schon nach den ersten paar Worten die Flinte ins Korn. Der Rest muss erst mühsam die eigentliche Botschaft entschlüsseln – und wer kann schon sagen, ob diese am Ende auch richtig verstanden wurde? Mal ehrlich, was haben Sie herausgelesen? Hätten Sie gedacht, dass sich hinter diesem aufgeblähten Satz ein bekanntes Sprichwort verbirgt? Es lautet: Wer den Cent nicht ehrt, ist den Euro nicht wert.

Texte dieser Art mögen zwar von der Rechtschreibung und Grammatik her korrekt sein – der Ausdruck ist jedoch äußerst umständlich. Das Lesen kostet viel zu viel Zeit – und die hat der Internet-Nutzer nicht. Er sieht sich lieber nach leicht verdaulicher Kost um – aber auch die kann ihre Tücken haben. Der Soziologe Niklas Luhmann hat einmal geschrieben:

Denn wenn man nicht sagen kann, dass man nicht meint, was man sagt, weil man dann nicht wissen kann, dass andere nicht wissen können, was gemeint ist, wenn man sagt, dass man nicht meint, was man sagt, kann man auch nicht sagen, dass man weiß, was man sagt …

Sie sehen also: Auch Texte, die korrekt und einfach geschrieben sind, müssen noch lange nicht verständlich sein. Kaum jemand weiß zu sagen, was Herr Luhmann uns hier mitteilen wollte.

Professionelle Texte machen den Unterschied

Texter schreibt professionelle Texte

Texter widmet sich voll und ganz dem Auftrag. (Credit and thanks to ollyi @ photodune.net, RL)

Was also sind gute Texte? Im Grunde kommt es darauf an, eine klare, allgemein verständliche Sprache zu wählen. Fremdwörter mögen zwar einen gelehrten Eindruck vermitteln, der Text verliert dadurch aber seine Lebendigkeit. Denn Fremdwörter rufen keine Bilder in den Köpfen der Leser hervor. Und gerade diese Bilder machen Texte lebhaft und unterhaltsam. Glauben Sie nicht? Dann lesen Sie sich noch einmal den hochgestochenen Satz im vorigen Abschnitt durch. Der Satz ist staubtrocken. Es entstehen keine Bilder. Am liebsten möchte man sich gar nicht erst damit herumplagen. Neben einer klaren, lebhaften Sprache sind auch noch folgende Punkte wichtig:

  • Korrekte Rechtschreibung und Grammatik.
  • Gut recherchierte und relevante Informationen.
  • Eine nachvollziehbare und logische Darstellung der Informationen. (Der berühmte rote Faden.)
  • Jeder Satz muss etwas aussagen. (Sonst wird es schnell langweilig.)
  • Informationen nicht nur nennen, sondern auch erklären. (Das hilft dem Leser beim Verstehen.)
  • Zu lange und verschachtelte Sätze vermeiden.
Das Internet beherbergt leider viele unbrauchbare Texte. Aber nur Websites mit hochwertigem Content werden dauerhaft „überleben“. Nur wer Klartext redet und den Informationsdurst der Leser stillen kann, wird sich über viele Besucher freuen können. Bieten Sie Ihren Besuchern kristallklaren, interessanten Lesestoff, der sie packt und nicht mehr loslässt, dann werden sie gern wiederkommen und sich zu Stammkunden entwickeln.

Tipp: Als freiberufliche Texterin helfe ich Ihnen gerne beim Erstellen von erstklassigem Unique Content.

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Journalist by ollyi @ photodune.net, Regular License

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2017-05-23T10:24:34+00:00 Donnerstag, 25 Juli 2013|Sprache, Texten|0 Kommentare

Über die Autorin:

Janett Reimann
Ich bin Dienstleisterin rund um Wort und Text. Ausgerüstet mit einem Sinn für Sorgfalt, einem Auge fürs Detail und einer Portion Kreativität korrigiere, lektoriere, optimiere und schreibe ich Texte für Web und Print. In meinem Blog zeige ich Ihnen, wie Sie verständlicher schreiben, Texte leserfreundlich aufbereiten und auf welche beliebten Rechtschreib- und Grammatikfehler Sie achten müssen.

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